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100 percent handmade – Creme mit Wollwachsalkohol

Mit dem Wollwachsalkohol, dem Unverseifbaren des Wollwachses (Lanolin), haben wir einen ganz besonderen Emulgator vor uns, der uns erlaubt, eine Wasser-in-Öl-Emulsion ganz ohne technische Hilfsmittel herzustellen.

Der Rohstoff wird in Form von kleinen, weiß-gelblichen Pastillen angeboten und hat eine Reihe von wunderschönen Eigenschaften - er ist ein natürlicher Rohstoff, daneben (zumindest für meine Nase) ohne Eigengeruch, hat (wie das Lanolin - aber ohne dessen klebrige Haptik) eine ausgesprochen pflegende und rückfettende Wirkung und wirkt bei angegriffener Haut oft wahre Wunder. Ich setze ihn gern für richtig dicke Hand- und Fußcremes ein, eben überall dort, wo ich die volle Pflegepackung benötige.

mein Basisrezept für die Wollwachscreme (das ich vor einigen Jahren einmal fotografisch dokumentiert habe, daher bitte nicht über die MHDs auf den Verpackungen wundern...) besteht aus:

Fettphase:

  • 20 g Öl (zum Beispiel Mandelöl)
  • 5 g Wirkstofföl (zum Beispiel Schafgarben-, Rosen- oder Lavendelmazerat)
  • 2 g Sheabutter (oder Kakaobutter)
  • 1 g Wachs (zum Beispiel Bienenwachs, oder auch Rosen-, Jasmin-, Mimosenwachs, die diese Creme dann zu einem duftenden Luxusprodukt machen - in diesem Fall hatte ich das blumig duftende Mimosenwachs verwendet.)
  • 5 g Wollwachsalkohol

Wasserphase:

  • 30 g destilliertes Wasser oder Hydrolat - hier 26 g Rosenwasser und 4 g 96%iger Weingeist zur Konservierung
  • 1 Msp. Allantoin, falls erwünscht

Wirkstoffphase (je nach Gusto, Einsatzgebiet und Verfügbarkeit):

  • 7 Tropfen D-Panthenol
  • 1 ML Calendula-, Schafgarben- oder Kamillenextrakt
  • bis zu 4 Tropfen ätherische Öle (in diesem Fall waren es 2 Tropfen Rose absolue und 1 Tropfen Magnolie

und so einfach gehts - Schritt für Schritt:

alle Zutaten abwiegen und bereitstellen..
... Öle, Butter, Wachs und Wollwachsalkohol sowie das Wasser/Rosenwasser mit dem Allantoin in separaten Gefäßen im Wasserbad erwärmen, bis die Fettphase klar aufgeschmolzen ist ...
... Wasserphase unter ständigem Rühren in kleinen Portionen in die Fettphase einarbeiten ...
... *sanft* und geduldig rühren (nicht mixen, das mag der Wollwachsalkohol nicht!), bis die Creme so weit abgekühlt ist, dass nach und nach die Wirkstoffe eingearbeitet werden können. Bis zum vollständigen Erkalten und der richtigen Konsistenz weiterrühren - die Creme ist zuerst extrem dünnflüssig, wird dann fluffig und schließlich, Ausdauer lohnt sich, schön dick, opak und homogen.
... in ein desinfiziertes Cremetiegelchen abfüllen und mit dem Herstellungsdatum beschriften.

 

 

[wie immer möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich weder Aromatherapeutin, Pharmazeutin, Biologin noch Chemikerin oder Kosmetikerin bin - die Verwendung meiner Rezepturen erfolgt daher auf eigene Gefahr und Verantwortung.]

 

 

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